Jewgeni Onegin. Achtes Kapitel

ZUSAMMENFASSUNG





Der Name des hervorragenden ukrainischen Schriftstellers Panas Myrni (P. J. Rudtshenko, 1849 — 1920) steht in einer Reine mit den fortschrittlichen revolutionär-demokratischen Schriftstellern Rußlands der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts. Erleuchtet vom Licht der flammenden Muse von T. Q. Schewtschenko, durchdrungen von den Ideen der fortschrittlichen russischen Literatur, bedeutete das Schaffen von Panas Myrni eine neue Etappe in der Entwicklung der realistischen ukrainischen Prosa. Ein tiefer Kenner des damaligen Lebens, tiefsinniger Neuerer in der Kunst, stellte Panas Myrni das Leben des ukrainischen Volkes seit der Leibeigenschaft bis zur stürmischen. Entwicklung des Kapitalismus dar, bereicherte die ukrainische Literatur mit den neuen Genres und Themen.

Die Hauptstelle in seinem Schaffen nimmt die realistische Darstellung des ukrainischen Dorfes ein mit einen unüberbrückbaren sozialen Gegensätzen, mit seiner scharfen Klassenschichtung; die der Reform 1861 folgte. Eines der bedeutendsten Werke auf dieses Thema ist der Roman «Brüllen die Ochsen, wenn die Krippen voll sind?», der von Panas Myrni zusammen mit seinem Bruder Iwan Bilik (I. J. Rudtschenko) im Jahre 1875 geschrieben wurde. Das war die erste große sozial-entlarvende Roman-Epopöe in der ukrainischen Literatur, in der die hundertjährige Geschichte des ukrainischen Dorfes vor und nach der Reform gezeigt wurde. Der Roman wurde im Jahre 1880 in Genf veröffentlicht. In seinem Heimatland erschien der Roman im Jahre 1903 unter dem Titel «Verlorene Kraft». Die Hauptidee des Werkes ist der anarchische Protest eines «hochherzigen» Räubers, der nicht imstande war, die Welt der Ungerechtigkeit zu verändern, und deshalb führt er die Bauern vom wahren Kampf für die menschlichen Rechte und soziale Gerechtigkeit weg.

Thematisch nah stehen dem Roman «Brüllen die Ochsen, wenn die Krippen voll sind?». Erzählungen «Hungriger Wille», «Vergangener und gegenwärtiger Kummer» (1897), der Roman «Prostituierte» (1883 — 1884, 1928) und andere.

Die glänzenden Muster der von Panas Myrni in den 80-er Jahren geschaffenen kleinen Prosa-Erzählungen, Novellen, Märchen; das Poem in Prosa über die zukünftige klassenlose Gesellschaft «Der Traum» werden durch tiefsinnigen sozialen Inhalt gekennzeichnet.

Den Ehrenplatz nehmen in der ukrainischen Dramaturgie die Bühnenstücke des Schriftstellers — «Limeriwna» (1883), «Im Nonnenkloster» (1884) und andere, deren Grundlage scharfe soziale Konflikte sind.

Der Feder des Schriftstellers gehören die freie Nachdichtung in der ukrainischen Sprache des Schriftdenkmals der altrussischen Kultur «Das Lied von Igors Heerfahrt», Übersetzungen der Werke von A, Puschkin, M. Lermontow, A. Ostrowski, W. Shakespeare, H. Longfellow...

Viele Werke von Panas Myrni erblickten das Licht der Welt erst nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution: die Entlarvungsmotive im Schaffen des Schriftstellers varanlaßten ihn seinen echten Familiennamen geheimzuhalten.

Heutzutage sind die Werke von Panas Myrni mit der Auflage von Millionen Exemplaren nicht nur in seiner Muttersprache sondern auch in vielen Sprachen der Völker der UdSSR und in vielen Fremdsprachen der Welt heraus-gegeben.

Als allgemeines Volksfest feierte das Sowjetland die Jubileen des Schriftstellers: hundert Jahre seit dem Beginn seiner literarischen Tätigkeit und sein 125. Geburtstag.

Die Äußerung der tiefen Liebe und Dankbarkeit des ukrainischen Volkes zum Andenken seines großen Sohnes ist auch das Haus-Museum von Panas Myrni, das 1939 gebaut und 1962 restauriert wurde. Das Haus liegt im malerischen Stadtrand von Poltawa am Ende der Panas-Myrni-Straße. Das einstöckige Holzhaus mit sieben Zimmern steht auf einer Anhöhe, hinter ihr am Ufer eines Teiches dehnt sich ein großer Garten.

Ungefähr tausend Gegenstände, Bücher, Photos, Dokumente, die dem Schriftsteller und seiner Familie gehörten (seiner Frau — A. M. Rudtschenko, seinen Söhnen — Wiktor, Michail und Leonid), die ganze Ausstattung des Hauses geben die klare Vorstellung über Panas Myrni als Schriftsteller, Bürger, Menschen. Seine ganze vielseitige Tätigkeit war der Dienst an den Interessen seines Volkes. Der schöpferische Nachlaß des Schriftstellers wurde zum Bestandteil der Schatzkammer der vaterländischen Kultur.





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